Wanderschuhe an, Badehose oder Bikini eingepackt – und los geht's: Hike and Swim ist ein Reisetrend für alle, die sich zwischen Bergabenteuer und See-Erfrischung nicht entscheiden möchten. Wir stellen euch Routen vor, bei denen das Schwimmen nach der Wanderung nicht nur möglich, sondern ein echtes Highlight ist. Egal, ob ihr lieber Höhenmeter sammelt oder entspannt durch Täler spaziert – hier findet ihr Ideen für euren nächsten nachhaltigen Wanderurlaub mit Seezugang.
Was bedeutet Hike and Swim?
Hike and Swim steht für das Beste aus zwei Welten: Wandern und Baden. Die Idee dahinter ist so einfach wie überzeugend: erst führt der Weg durch eindrucksvolle Berglandschaften oder abwechslungsreiche Natur, dann folgt zur Belohnung ein Sprung in einen kühlen See. Dabei lassen sich nicht nur körperliche Aktivität und Erholung kombinieren, sondern auch verschiedene Regionen auf besonders entschleunigende Weise erleben.
Wer nachhaltiger reisen will, findet hier die perfekte Mischung aus Naturerlebnis, Bewegung und Entspannung – ganz ohne Auto, oft mit Bahn- und Busanbindung.
Hike and Swim in Fieberbrunn: Der Wildseeloder ruft
Der Tiroler Ort Fieberbrunn bietet mit dem Wildseeloder eine besonders familienfreundliche Hike-and-Swim-Route. Egal, ob ihr einen Teil der Strecke mit der Gondel zurücklegen wollt oder lieber komplett zu Fuß aufsteigt – der Weg lohnt sich in jedem Fall. Der idyllisch gelegene Bergsee beim Wildseeloderhaus lädt nicht nur zum Baden, sondern auch zum Rudern ein – ideal für alle, denen das Wasser doch etwas zu kalt ist.
Tipps für die Route
Am besten lasst ihr euch mit der Gondel von der Talstation bis zum Lärchfilzkogel bringen. Von dort liegen nur noch 6 km und ca. 600 Höhenmeter zwischen euch und dem Wildseeloderhaus mit dem namensgebenden Bergsee. Alle Gipfeljäger*innen unter euch können von dort aus in weniger als einer Stunde auch noch das Wildseeloder-Gipfelkreuz erreichen. Neben der kühlen Erfrischung im Bergsee gehört die traditionelle Tiroler Küche im Wildseeloderhaus zu den Highlights dieser Bergtour. Am Weg zurück ins Tal legen wir euch noch einen kulinarischen Zwischenstopp ans Herz: verkostet den selbstgemachten Bergkäse im Käseladen auf der Wildalm.
Eine passende nachhaltige Unterkunft in der Nähe ist das Hotel Der Löwe in Leogang. In 30 Minuten kommt ihr mit dem Bus bis an die Talstation der Fieberbrunner Bergbahnen. Im Hotel Der Löwe genießt ihr vom Außenpool aus einen Panoramablick auf die Berge, die ihr zuvor erwandert habt. Dank dem Abholshuttle des Hotels könnt ihr ganz entspannt mit dem Zug anreisen und bekommt dafür sogar noch Rabatte.
Mehrtägiges Hike and Swim: Vom Riemannhaus zum Königssee
Wer etwas mehr Abenteuer sucht, kann aus dem Tagesausflug einen Kurzurlaub machen. Besonders empfehlenswert ist die Überquerung des Steinernen Meers von Maria Alm bis zum Königssee.
Ablauf der Tour zum Königssee
- Tag 1: Aufstieg zum Riemannhaus (2,5–3 Stunden, nur mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit)
- Übernachtung auf der Hütte (Reservierung notwendig)
- Tag 2: Weiterwanderung über das bewirtschaftete Kärlingerhaus
- Abstieg durch die Saugasse zum Königssee (ca. 2 Stunden)
- Abschluss: Baden im Königssee und Rückfahrt per Schiff nach Schönau, dann mit dem Bus zurück nach Maria Alm
Euch hat die Wanderlust gepackt? Dann haben wir hier weitere Hüttentouren mit Mehrtagescharakter für euch.
Fernwandern auf dem Alpe-Adria-Trail in Kärnten
Eine Hüttenübernachtung reicht euch nicht? Dann bietet der Alpe-Adria-Trail genug Etappen, damit auch ihr auf eure Kosten kommt. Die Kärtner Seen warten nach ausgiebigen Wandertagen auf euch. Besonders bieten sich die Etappen 11, 12 und 13 an. Die Etappe 11 startet in der Künstlerstatt Gmünd und führt euch an den Millstätter See. Dort beginnt die schwere Etappe 12, die euch in 1600 Höhenmetern auf die Millstätter Alpe führt. All diese Höhenmeter gilt es in Etappe 13 nur noch bergab zu meistern – mit See-Belohnung. Denn diesen Tag beendet ihr wieder am Millstätter See.
Genauso gut für einen Hike and Swim Urlaub eignen sich die Etappen 18 bis 21. Die erste Etappe dieser Tourenauswahl startet in Arriach und führt euch durch das Schigebiet auf die Gerlitzen. Diese Etappe hat leider noch nicht viel Wasser zu bieten: an einem kleinen Stausee kommt ihr vorbei, aber in diesen Seen ist das Schwimmen meistens nicht erlaubt. Am nächsten Tag werdet ihr dafür mit einem der schönsten Kärntner Seen belohnt: das Ende der 19. Etappe ist Ossiach am gleichnamigen Ossiacher See. Etappe 20 ist eine zwischen zwei Seen: Von Ossiach aus gilt es etwas mehr als 500 Höhenmeter zurückzulegen bis ihr am Wörthersee in Velden angelangt. Auch Etappe 21 führt euch von See zu See. Am Faaker See könnt ihr am Nachmittag nochmal ordentlich entspannen und den kleinen, aber wunderschönen Kärntner See noch genießen.
Mehr Informationen über den Alpe-Adria-Fernwanderweg bekommt ihr im Anderswo Artikel: Klimaneutral Fernwandern am Alpe-Adria-Trail oder auf der Website des Alpe-Adria-Trails.















