Leicht beschwipst, angeregt diskutierend und um eine Erkenntnis reicher: Jede Traube schmeckt jedes Jahr anders. In einem Weinkurs in der Provence nimmt euch unsere Chefredakteurin mit auf ihre Skillcation in Frankreich. In dem Artikel „Weinkurs im Château“ könnt ihr das Ganze nachlesen. Denn hier reift nicht nur Wissen über Wein, sondern auch die Begeisterung für besondere Lernerlebnisse. Und wer dabei auf den Geschmack kommt, kann noch viele weitere spannende Skillcations entdecken. Wir stellen euch im Folgendem den neuen Trend vor:
Was steckt hinter dem Begriff Skillcation?
Skillcation setzt sich aus den englischen Begriffen Skill und Vacation zusammen. Gemeint ist eine Reise, bei der Urlaub mit dem Erlernen neuer Fähigkeiten verbunden wird. Der Urlaubsort wird also nicht nur zur Erholung genutzt, sondern auch, um etwas Neues auszuprobieren – zum Beispiel Kochen, Töpfern, Musizieren, Handwerken, Surfen, Fotografieren oder andere kreative und praktische Tätigkeiten.
Wichtig dabei zu beachten: der Urlaub steht weiterhin im Mittelpunkt. Eine Skillcation soll keine Weiterbildung sein, sondern Ferien mit einem besonderen Mehrwert. Reisende nehmen sich ein paar Stunden am Tag Zeit, um aktiv mitzumachen, Neues zu lernen und authentische Erfahrungen zu sammeln. Und anstelle von klassischen Souvenirs könnt ihr eure selbstgemachten Erinnerungsstücke und neues Wissen mit nach Hause nehmen.
Mehr als nur Urlaub
Bei einer Skillcation geht es nicht nur darum, etwas zu sehen, sondern auch darum, etwas zu erleben und selbst aktiv zu werden. Im Mittelpunkt stehen persönliche Entwicklung, neue Erfahrungen und der Kontakt zu lokalen Kulturen. Reisende setzen sich mit Tätigkeiten auseinander, für die im Alltag oft keine Zeit bleiben.
Damit unterscheidet sich Skillcation vom klassischen Bildungsurlaub. Denn dieser ist meist beruflich anerkannt und an bestimmte Vorgaben gebunden. Währenddessen bleibt die Skillcation eine freiwillige Reiseentscheidung. Es geht dabei weniger um Pflicht oder Karriere, sondern um Freude, Neugier, Leidenschaft und persönliches Interesse.
Good to know: Bildungsurlaub ist in vielen Bundesländern gesetzlich geregelt und umfasst häufig bis zu fünf Tage pro Jahr. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland und Arbeitgeber.
Warum boomt der Trend?
Viele Reisende wünschen sich heute mehr Sinnhaftigkeit und bewusstere Erlebnisse im Urlaub. Statt Reisen nur passiv zu konsumieren, möchten Reisende aktiv eintauchen, lokale Gemeinschaften unterstützen und mehr erleben als klassische Tourismusangebote.
Skillcations passen zu diesem Wunsch: nach Achtsamkeit, Entschleunigung und persönlichem Wachstum. Sie verbinden Erholung mit Kreativität, kulturellem Austausch und dem Gefühl, etwas Wertvolles aus der Reise mitzunehmen.
Laut Reiseanalyse gehören Kultur und Bildung für viele Menschen zu den wichtigen Reisemotiven. Das zeigt, Reisen wird zunehmend als Möglichkeit gesehen, sich weiterzuentwickeln, neue Perspektiven kennenzulernen und bleibende Erfahrungen zu sammeln.


















