Camping liegt voll im Trend: Seit 2014 steigen die Übernachtungszahlen auf deutschen Campingplätzen kontinuierlich an. Von dem ursprünglichen Campinggedanken - ein Zelt, ein Fahrrad, ein Schlafsack und ein Lagerfeuer - ist dabei teilweise nicht mehr viel übrig. Viele Campingplätze haben sich in wenig naturnahe Stellplätze für Wohnmobile verwandelt. Anderswo zeigt, dass es auch anders geht, und das perfekte Campingerlebnis ganz ohne Auto auskommt.
Anreise zum Campingplatz
Mit dem Fahrrad anzureisen ist nicht nur die umweltfreundlichste Variante, sondern auch vor Ort die schönste Möglichkeit, die Gegend zu erkunden. Wem die Anreise mit dem Fahrrad zu weit ist, weil es für den Sommerurlaub vielleicht in einen entfernten Teil Deutschlands oder ins Ausland gehen soll, der lädt sein Rad mit Sack und Pack einfach in den Zug. (Achtung: Fahrradstellplätze sind in deutschen Fernverkehrszügen begrenzt, deshalb empfiehlt es sich, rechtzeitig zu reservieren.)
Direkt am Altmühltal-Radweg liegt – auf einer kleinen Insel mitten im Fluß – der Campingplatz Aktivmühle. Die Insel ist autofrei. Der richtige Ort also für alle, die einen Campingurlaub ohne Auto verbringen möchten. Hier kann man nicht nur idyllisch zelten, sondern Radtour und Campingurlaub auch mit vielen Aktivitäten auf und am Wasser verbinden. Kanus kann man vor Ort leihen. Auch Zelte werden auf Wunsch zur Verfügung gestellt.
Einige Campingplätze bieten ihren Gästen auch einen Abholservice vom Bahnhof an, so zum Beispiel unser idyllisch zwischen Olivenbäumen gelegene Blaue Schwalbe-Campingplatz Le Grigue im italienischen Ligurien.
Unser Blaue Schwalbe-Campingplatz Bergblick im Berner Oberland hat sogar eine eigene Bushaltestelle direkt vor der Tür. Wer das Zelt nicht selbst mitnehmen möchte, kann Zelt oder Tiny House auch direkt vor Ort mieten.
Die Wahl des richtigen Campingplatzes
Auch wenn die Nähe zur Natur für viele ein wichtiger Grund ist, sich für Camping zu entscheiden, sieht die Realität auf vielen Campingplätzen oft anders aus: Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile reihen sich zu hunderten dicht gedrängt aneinander, es gibt Restaurants, Schwimmbäder und Kinderbespaßung. Wer bei dieser Beschreibung Lust auf das gegenteilige Extrem, Wildcamping, bekommt, wird in Deutschland leider enttäuscht: Wildcamping ist im ganzen Land verboten, wobei die genauen Regeln je nach Bundesland etwas unterschiedlich ausfallen. In den letzten Jahren haben einige Bundesländer allerdings sogenannte Trekkingplätze eingerichtet, auf denen man gegen eine geringe Gebühr mitten in der Natur übernachten kann.
Bei der Suche nach einem naturnäheren, umweltverträglichen Campingplatz hilft die Zertifizierung
ECOCAMPING. Neben der naturnahen Gestaltung des Campingplatzes stehen andere Kriterien wie sparsame Wassernutzung, Energieeffizienz und Abfallvermeidung im Leitbild des Netzwerks, dem sich die zertifizierten Campingplätze verschreiben. Aktuell zertifiziert das Netzwerk 202 Campingplätze in acht Ländern.











