© Ulrich Habbe

Fernwandern – die richtige Ausrüstung

Worauf Sie vor einer mehrtägigen Wanderung achten müssen

Drei Faktoren bestimmen das Wohlgefühl bei einer Fernwanderung entscheidend: die richtigen Schuhe, ein guter Regenschutz sowie Sitz und Gewicht des Rucksacks. Wer erst mal ausprobieren möchte, ob mehrtägige Wanderungen die richtige Art der Urlaubsgestaltung sind, muss nicht groß investieren. Bequeme Hose und Jacke hat jeder im Schrank. Vieles kann man auch bei Freunden leihen.

Wer auf den Geschmack kommt, sollte in erster Linie in gute Schuhe investieren:

Die richtigen Schuhe

Wanderschuhe gibt es in vielen Ausführungen und Preisklassen. Wer eine längere Tour plant, sollte spätestens vier bis sechs Wochen vor dem Start wissen, in welchen Schuhen er losziehen möchte. Zwar müssen die neuen Modelle nicht mehr so lange eingelaufen werden wie die Rindsledernen von früher. Dennoch ist es wichtig, sie einige Male auf längeren Tagestouren mit Steigung und Gefälle zu erproben. Bleibt beim Bergabgehen genug Platz für die Zehen, scheuert die Ferse beim Aufstieg? Geht es den Füßen auch nach vier oder sechs Stunden unterwegs noch gut? Bietet die Sohle auch auf rutschigem Untergrund genug Halt?

Vom Leichtwander-Halbschuh bis zum steigeisenfesten Bergstiefel reicht das Spektrum. Man sollte also vor dem Kauf wissen, in welchem Terrain man unterwegs sein möchte. Eine ausführliche Beratung im Fachgeschäft lohnt sich.

Dran denken: Vor dem Kauf fragen, ob man getragene Schuhe zurückgeben kann, wenn sie nicht sitzen.

Die Regenausrüstung

Je nach Regenhäufigkeit und Tagestemperatur der Wanderregion kann ein stabiler Leichtregenschirm als Regenschutz ausreichen. Im Hochgebirge und in nördlichen Regionen sind Regenjacke und -hose notwendig, da sie zur Not auch eine zusätzliche Schutzschicht gegen die Kälte bieten. Mütze, Schal und Handschuhe sind in den Bergen bei einem Kälteeinbruch ebenfalls unverzichtbar.

Ein passender Rucksack

Der Rucksack muss genauso gut sitzen wie die Wanderschuhe. Daher gilt beim Kauf: Beratung und Probetragen mit Echtgewicht im Bergsportgeschäft.

Beim Gesamtgewicht gilt: Möglichst unter zwölf Kilogramm bleiben, da je nach Wetter und Versorgungslage unterwegs noch zwei bis drei Kilogramm Wasser und Proviant dazukommen. Wer Zelt, Schlafsack und eventuell sogar eine Campingküche dabei haben möchte, muss bei der Zusammenstellung der Ausrüstung sehr genau auf Auswahl und ­Gewicht jedes einzelnen Gepäckstücks achten.

Regine Gwinner, 2016

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Ausrüstung

Was in den Rucksack muss:

Regenausrüstung (Jacke, Hose oder Schirm)
Schal, Mütze, Handschuhe
Sonnenhut, -brille, - creme
Wanderhose lang und kurz
Funktionsunterhose, lang
Oberbekleidung mehrlagig:
Funktionsunterhemd
Funktions-T-Shirt
Langarm-Pulli oder Jacke, dünn und eng anliegend
Jacke oder Fleece-Pulli, warm

Unterwäsche und Socken, je nach Dauer der Tour und Gesamtgewicht

Wanderschuhe
Flip-Flops oder Sandalen

Zum Ausgehen oder fürs schicke Hotel:
das kleine Schwarze oder ein weißes Hemd und ordentliche Schuhe für alle Fälle

Waschzeug und Kosmetik:
Zahnbürste, -pasta
Bürste, Haargummi
Mikrofaser-Handtuch
Lippenpflege
reichhaltige Creme
Deo
Shampoo
Taschentücher
ev. Toilettenpapier

Reiseapotheke:
Erste-Hilfe-Set
Blasenpflaster
Schmerzmittel für den Notfall
Schokoriegel für die Krise

Außerdem:
Ausweis
Geld, Devisen
Bank- und Kreditkarte
Tickets
Wanderführer, -karte, GPS
Fotoapparat, Ersatzakku und -speicherkarte