Palmenblätter winken im Wind, weiße Sandstrände blenden im Sonnenlicht, kleine Fischerboote tuckern die Küste entlang, glasklares Türkis rollt sanft über den Sand unter euch herein: das ist für viele das ultimative Urlaubsgefühl. Dass ihr dieses aber nur in weit entfernten, tropischen Urlaubsländern erleben könnt, ist nicht ganz richtig. Wir haben alternative Inseln in Europa für euch, die das von Weezer besungene „Island in the sun“-Gefühl haben und noch dazu weniger überlaufen sind als die Euro-Summer Hotspots.
St. Martin’s statt Barbados
Statt auf die karibische Inselgruppe Barbados in Zentralamerika zu fliegen, könnt ihr auf der Inselgruppe Isles of Scilly traumhaft weiße Sandstrände entdecken, sanfte Vegetation erkunden und viele Sonnenstunden sammeln. Die Inseln vor der Küste Cornwalls haben ein für England sehr mildes Klima. Für seine langen Sandstrände bekannt ist vor allem die drittgrößte Insel St. Martin’s. Auch Tauchfans kommen auf ihre Kosten. Die einzige Tauchschule auf der Insel bietet Tauchgänge mit Robben an. In unter drei Stunden kommt ihr mit der Fähre von Penzance auf die Inselgruppe. Auf unserer Anreiseseite erfahrt ihr, wie ihr dorthin am besten Mit dem Zug kommt.
Senja statt Hawaii
Schroffe Berge, weiße Strände, unberührte Seen und Wasserfälle, zerklüftete Küsten und lebendige Fischerdörfer, das hat nicht nur die amerikanische Inselgruppe zu bieten. Die norwegische Insel Senja im Norden des Landes vereint all das ebenfalls. Obwohl die zweitgrößte Insel Norwegens so weit nördlich liegt, kann sie dennoch mit sehr mildem Klima punkten. Außerdem überzeugend: im Sommer geht hier die Sonne nicht unter und wenn Sonnenunter- und Sonnenaufgang aufeinandertreffen, legt sich das Meer als rot-orangener Teppich zwischen die Fjorde nieder.
Föhr statt Mallorca
Mallorca Gefühl ohne Mittelmeer? Das findet ihr bei dieser Alternative im Norden. Zwar ist Föhr keine Palmeninsel, aber wenn ihr weiße Strände, helle Häuser, kleine Dörfer und entspanntes Inselleben sucht, werdet ihr hier fündig, ohne Massenandrang. Auch auf zwei Rädern erkundet ihr diese Insel problemlos und lasst den Alltagsstress so hinter euch.
Ksamil-Inseln statt Karibik
Was karibische Inselgruppen, wie zum Beispiel die San-Blas-Inseln vor Panama ausmacht, sind die verbindenden Sandbänke, die das Wasser um die Inseln glasklar, hell türkis von der Sonne reflektieren lassen. Dafür müsst ihr aber nicht 12 Stunden und über das Bermuda Dreieck fliegen, sondern eine Reise mit dem Zug genüg. Die Ksamil-Inseln Albaniens im Ionischen Meer haben aber mehr zu bieten als weiße Strände und klares Wasser. Im Nationalpark Butrint erlebt ihr die albanische Natur hautnah und auch Geschichtsfans kommen bei Besichtigungen römischer Ruinen auf ihre Kosten.
Schweiz statt Sumatra
Für eine Binnenseeinsel gerahmt in Bergkulisse müsst ihr nicht an den Lake Toba im indonesischen Sumatra fahren. Auch in der Schweiz findet ihr ein solches Naturschauspiel. Der Lago Maggiore umschließt die Brissago Inseln, auf denen im mediterranen Klima sogar tropische Pflanzen wachsen. Bei einem Rundgang um die Isola Grande findet ihr Bambushainen und Palmen.
Island statt Neuseeland
Schwarze Strände, dramatische Natur, Gletscher, Wasserfälle, heiß schweflige Bäche: das findet ihr nicht nur auf der Nordinsel Neuseelands, sondern auch auf Island. Raue, spektakuläre Vulkanlandschaften und weite Strände könnt ihr also nicht nur auf einer Fernreise erkunden, sondern vergleichbare Landschaften liegen viel näher als gedacht, innerhalb Europas. Wie ihr nachhaltig nach Island kommt, erfahrt ihr auf unserer Anreiseseite.
Fazit
Wir möchten euch natürlich nicht täuschen: Föhr ist nicht Mallorca, die Isles of Scilly sind nicht die Karibik, aber die naheliegenden Alternativen haben definitiv ihre Vorteile. Kürzere Anreise, weniger Menschen, ein besseres Gewissen: Sommerurlaub muss nicht weit weg sein, sondern auch Nordseeluft unter der Nase, Wind im Dünengras und Entspannung im Strandkorb führen zum erhofften Entspannungs-Effekt.











