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Ungewöhnlich Übernachten in der Schweiz

Im Fass, im Bunker oder in einer Jurte: Die Schweiz bietet viele überraschende Unterkünfte

In der Schweiz etablieren sich immer mehr Hotels, die ein besonderes Übernachtungserlebnis versprechen. Ganz nach dem Motto: Warum in die Ferne reisen, wenn man das Fremde in der Nähe finden kann? Das Angebot reicht von rollenden Badewannen über sanierte Weinfässer bis hin zu einer Nacht unter der Erde.

Fasshotel in Trasadingen

Es ist erstaunlich, wie geräumig so ein altes Weinfass ist. Ganze sechs Personen finden in den gemütlichen Fässern auf dem Schweizer Weingut Waldmeier genügend Platz für die Nacht. Damit bietet das Fasshotel in Trasadingen, nahe der deutsch-schweizerischen Grenze, eine ungewöhnliche und gemütliche Übernachtungsmöglichkeit für Gruppen und Familien. Die runde Form und das alte Originalholz verbreiten rustikalen Charme. Aber man kann hier nicht nur schlafen: Ein beheiztes Badefass steht den Gästen ebenfalls zur Verfügung.

Wer sich mehr für den Fassinhalt interessiert, kann sich auf dem Weingut selbst umschauen, eine Wanderung auf dem Weinlehrpfad mitmachen oder das Weinmuseum im Nachbardorf besuchen. Und für alle, die sich mehr der Praxis als der Theorie zuwenden wollen: In der sogenannten Besenwirtschaft der Gastgeber kann man die selbstangebauten Weine kosten.

Schlafen im Baumhaus

Wer Wald und Wiesen nicht nur tagsüber, sondern auch nachts erleben will, ist im Baumhaushotel der Familie Vuilleumier in der französischsprachigen Schweiz genau richtig.

Vier geräumige Häuschen sind in den Wipfeln stabiler Eschen befestigt und ermöglichen einen fantastischen Blick in die Natur. Ausgestattet mit Betten, Bad und Küche kommt auch der Komfort nicht zu kurz. Das besondere Highlight bei der Nacht im Baum: Ein Holzofen sorgt für Wärme und Gemütlichkeit, so dass man auch in kühlen Nächten bestens schlafen kann.

Bubblehotel im Thurgau

Zurück auf den Boden der Tatsachen. Oder doch nicht? Zumindest erscheint das Konzept des Thurgauer Bubblehotels zu schön, um wahr zu sein: Schlafen in den prächtigsten Gärten, Obsthainen und Rebbergen der Region – in einem wunderbar weichen Himmelbett.

Angst vor Regen, wilden Tieren oder Insekten müssen die Gäste dabei nicht haben: Jedes Bett ist mit einer durchsichtigen Plane umspannt.

Die möblierten Kugelzelte eignen sich besonders für Paare, die Zweisamkeit inmitten der Natur genießen wollen. Fünf luftige Behausungen stehen von Ende März bis Oktober zur Verfügung. Dabei gilt es, schnell zu sein: Die charmanten Bubbles sind nämlich heiß begehrt!

Jurtenhotel in Graubünden

Das Sursesser Jurtenhotel lockt mit einer Mischung aus Tradition und modernem Komfort Besucher aus aller Welt an. Während die Jurten in West- und Zentralasien immer noch als traditionelle Unterkunft der Nomaden dienen, begeistern sie in Graubünden als exotische Übernachtungsmöglichkeiten. Mit ihrer runden Form und den hübschen Verzierungen haben sie sich inzwischen zur Trendunterkunft gemausert.

Warm gehalten werden die runden Zelte vor allem durch einen eigenen Holzofen. Elektrisches Licht gibt es nicht. Dafür sorgen Kerzen für romantische Stimmung. Dusche und WC finden sich außerhalb, ebenso eine Sauna – bestens platziert für den anschließenden Sprung in den Schnee.

Für das leibliche Wohl ist im ehemaligen Stall ein Restaurant eingerichtet, das die Gäste mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnt.

Im Bunker: Felsenhotel La Claustra

Eine wahrlich einzigartige Unterkunft ist das Felsenhotel La Claustra in Gotthard: Im ehemaligen Bunker des Schweizer Reduits können hier Gäste über Nacht bleiben – und unter der Erde schlafen.

Wunderbar geborgen liegt das Hotel mitten im Berg. Es  umfasst insgesamt 17 Zimmer und ist von Mai bis Oktober buchbar.

Trotz der isolierten Lage bietet der ehemalige Bunker ein umfangreiches Freizeitangebot: So können sich Sportler im Schnee austoben, Gestresste im Wellnessbereich neue Kraft schöpfen und Abenteuerlustige in Seh- und Hörräumen das Innere des Berges erforschen.

Burghostel Mariastein

Erst einmal geht es 150 Treppenstufen hinauf, an riesigen Baumstämmen vorbei und durch ein Tor hindurch. Dann ist der Burghof erreicht und ein Ambiente wie vor 500 Jahren lässt jeden, der zum ersten Mal in der Jugendherberge Mariastein nächtigt, vor Erstaunen verstummen.

Es fühlt sich an, als sei man beim Aufstieg durch die Zeit gereist: Im rustikalen Rittersaal wird heute gespeist und hinter massiven Holztüren geschlafen. Wohin der Blick des Besuchers auch wandert, er streift dabei jedes Mal ein Stück Geschichte.

Diese besondere Unterkunft eignet sich sowohl für Alleinreisende, Paare oder Gruppen. In verwinkelten Gängen umher irren, aus dem Turmzimmer eine spektakuläre Aussicht genießen oder vor dem offenen Kamin träumen: Hier kommt bestimmt keine Langeweile auf.

Und wen es doch abseits der Burg hinzieht, der macht sich am besten auf den Weg zum nahen Wallfahrtsort Mariastein; wandert dabei über Stock und Stein und genießt die Sonnenauf- und untergänge in der Natur. 

Auberge Aux 4 Vents

Nicht ritterlich, sondern wahrlich königlich schläft es sich in der Auberge Aux 4 Vents. Die herrschaftliche Ausstattung sowie die stilvolle Einrichtung der insgesamt 9 Zimmer wird nur noch durch ein Detail in den Schatten gestellt: die rollende Badewanne.

Mehr Prunk und Protz ist auf kleinem Raum wohl kaum möglich. Große Himmelbetten, stattliche Spiegel mit goldenen Rahmen, wertvolle Stoffe und eben diese ganz besondere Badewanne.

Vorzufinden ist sie jedoch in nur einem Zimmer: im „Cupidon“. Auf Schienen kann sie zur Raummitte oder vor die Fenster geschoben werden. Ein Vorhang sorgt dabei für genügend Privatsphäre.

Auch die Lage des Hotels ist besonders und hat ihm den Beinamen „Kleines Paradies“ verliehen. Direkt am Waldesrand gelegen und von hohen Bäumen mit dichtem Blätterwerk umgeben, wird es dem Gast leicht gemacht, einmal durchzuatmen und den Alltagstrubel zu vergessen.

Sandra List, 2018

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Villa Novecento, eine kleine Stadtoase am Lago Maggiore. www.novecento.ch

Das Eco-Hotel L'AUBIER im Schweizer Jura. www.aubier.ch