Circumetnea, Privatbahn am Ätna
© Pietro Rizzo

Sizilien, Malta, Äolische Inseln

Zügig durch Europa

Anreise mit der Fähre und Verkehr auf der Insel

Ab Rom starten tagsüber und über Nacht Züge nach Messina, Catania und Siracus. Tagsüber geht es zusätzlich auch nach Palermo. Außerdem besteht eine Nachtzugverbindung ab Mailand nach Messina, Catania und Siracus. Zwischen Villa San Giovanni und Messina werden die Waggons auf Eisenbahnfähren verladen. Rom ist nachts ab München mit ÖBB-Nightjets direkt zu erreichen. Gerade für Fahrradfahrer sind aber auch die Fähren interessant, die ab Nord- und Mittelitalien die Insel ansteuern, da in Italien nur Regionalzüge Fahrräder mitnehmen. So starten Fähren von Genua nach Palermo (täglich, Grande Navi Velocci), von Livorno nach Palermo (dreimal wöchentlich, Grimaldi) sowie von Civitavecchia nach Palermo (wöchentlich) und Termine Imerese (zweimal die Woche, beides Grande Navi Velocci). Ab Neapel bestehen tägliche Verbindungen mit Palermo (Grandi Navi Veloci, Tirrenia) und Catania (TTT-Lines) sowie über die Äolischen Inseln auch mit Milazzo (Siremar). Die Äolischen Inseln werden zusätzlich von SNAV und Alilauro ab Neapel, von Liberty-Lines ab Messina sowie Liberty-Lines und NGI ab Milazzo angefahren. Ab Pozzallo an der Südspitze von Sizilien fährt Virtu-ferries fast täglich nach Valetta auf Malta; ab Catania besteht ein Busshuttle dorthin. Alle genannten Fährhäfen auf Sizilien haben auch einen Anschluss an das Bahnnetz auf der Insel. Bis auf die Südküste folgt die Bahnlinie dem Küstenverlauf. Etliche Querverbindungen erschließen auch das Innere der Insel. Auf den Hauptstrecken fahren die Züge alle ein bis zwei Stunden, auf den Nebenstrecken ab dreimal am Tag. Busse mit ähnlicher Frequenz ergänzen das Bahnnetz. Die Regionalbahnen nehmen auch Fahrräder mit. In Malta gibt es keine Eisenbahnen. Das Busnetz ist jedoch sehr gut ausgebaut und damit ist jeder Ort auf Malta auch zu erreichen. Auf Gozo ist das Angebot nicht ganz so gut. Zwischen den Inseln fahren häufig Fähren.

Anreise mit dem Bus

Cipolla fährt einmal wöchentlich aus Richtung Dortmund / Köln / Frankfurt / Freiburg und Wuppertal / Gießen / Nürnberg /München direkt nach Sizilien.

Anreise zu den Fährhäfen Genua und Savona

Es besteht eine fast stündliche Verbindung von Mailand nach Genua, etwa alle zwei Stunden auch nach Savona. Mailand wird tagsüber von Fernzügen ab Basel und Zürich angefahren, sowie von einem ÖBB-Nightjet ab München. Für die Anreise mit dem Fahrrad bieten sich vier täglich Eurocitys-Verbindungen von Basel nach Mailand und zweistündliche Eurocitys ab Zürich nach Mailand an. Diese Züge werden in der Internetauskunft größtenteils nur ohne Fahrradbeförderung angezeigt und können daher nur über Bahnagenturen/-computer gebucht werden. Ab Mailand fahren mehrmals am Tag "Fahrrad"Regionalzüge nach Genua, einmal auch nach Savona. Leider erreichen die Fahrrad-Intercitys von Hamburg über Ruhrgebiet in Basel oder Zürich nur die letzten Eurocitys des Tages, so dass die Nachtfähren in Genua am selben Tag nicht mehr erreicht werden können und irgendwo auf der Strecke eine Zwischenübernachtung eingelegt werden muss. Eine durchgehende Reisekette bis zum Hafen von Genua kommt nur bei einer Anreise mit dem ÖBB-Nightjet von Hamburg / Berlin nach Zürich oder dem Nachtsitz-Intercity von Hamburg über Rhein/Ruhr nach Basel zustande. Mailand wird auch mit "Fahrrad"Bussen von FlixBus angefahren. Nur bei Ankunft am Morgen mit einem Nachtbus (von München, Dortmund / Frankfurt, Köln, Hamburg / Hannover und Berlin) kann am selben Abend eine der Nachtfähren nach Korsika oder Sardinien erreicht werden. Die tagsüber verkehrenden Busse kommen dafür zu spät an, zumal auch noch sechs Kilometer zwischen Busbahnhof und Zugbahnhof zurückzulegen sind. Flixbus fährt nächtens auch täglich von Düsseldorf / Köln / Mannheim und fast täglich von München mir "Fahrrad"bussen direkt nach Genua.  

Anreise zu den Fährhäfen Livorno und Piombino

Mit Umsteigen in Bologna oder Verona erreicht man tagsüber ab München Florenz. Über Nacht gibt es einen direkten ÖBB-Nightjet dorthin, der dann weiter nach Rom fährt. Ab Florenz fahren stündlich Regionalzüge bis Livorno, etwas alle zwei Stunden mit Umsteigen in Pisa und/oder Campiglia (ab hier teilweise auch Busverkehr) auch bis Piombino. Die Eurocitys von München nach Verona und Bologna sowie fast alle Regionalzüge nehmen auch Fahrräder mit. Ab Bologna muss bei einer Fahrradmitnahme in Prato und Florenz umgestiegen werden, da im italienischen Binnenverkehr nur Regionalzüge Fahrräder mitnehmen. Nur mit dem ersten Eurocity am Tag ab München können die Nachtfähren nach Sardinien und Sizilien erreicht werden.

Anreise zu den Fährhäfen Civitavecchia und Neapel

Von München nach Rom gibt es täglich eine direkte Nachtverbindung mit ÖBB-Nightjet sowie vier Tagverbindungen mit Umsteigen in Bologna bzw. Verona. Zwei dieser ES-Züge fahren auch direkt weiter nach Neapel. Es besteht auch die Möglichkeit mit einem Eurocity bis Bozen zu fahren und dort in einen italienischen Nachtzug nach Rom umzusteigen. Ab Rom fahren mindestens stündlich Züge nach Civitavecchia oder Neapel. Mit Fahrrad sind Civitavecchia und Neapel nur mit vielen Umstiegen zu erreichen, da in Italien bis auf die grenzüberschreitenden Eurocitys nur Nahverkehrszüge Räder befördern. Genua und Livorno sind eindeutig die besser geeigneten Abgangshäfen um nach Sardinien oder Sizilien zu gelangen.

Anreise mit Zug und Auto

Euro-Express ist der einzige Anbieter, der direkt Autozüge von Deutschland nach Italien anbietet. So fahren von Mitte Mai bis Ende September jeweils einmal die Woche Autozüge von Düsseldorf nach Verona sowie im Juli und August auch von Düsseldorf nach Livorno.

Reisedauer:

ZielabDauer
PalermoMünchen22 h
ValettaMünchen34 h

Info- und Internetadressen: