Lokalbahn in den Pryenäen
© Ulrich Habbe

Frankreich

Zügig durch Europa

Corona-Änderungen Stand 26.8.20: Derzeit verkehren nur drei TGVs von Dortmund/Köln und vier TGVs/ICEs von Frankfurt nach Paris. Ab Ende September ist eine Ausweitung geplant. Der Nachtzug (Moskau-) Berlin-Paris ist ausgesetzt. Auch die Bus-Verbindungen von Flixbus und anderen Anbietern sind eingeschränkt. 

Anreise mit dem Zug

Vier bis fünf Thalys-Züge ab Dortmund / Essen über Düsseldorf und Köln, fünf bis sechs ICE/TGV ab Frankfurt über Mannheim und Saarbrücken bzw. Karlsruhe und Strasbourg, ein TGV ab Freiburg über Strasbourg sowie vier bis fünf TGV/ICE ab Stuttgart (einer kommt bereits von München) über Karlsruhe steuern jeden Tag die französische Hauptstadt an. Täglich verbindet auch ein TGV Frankfurt und Karlsruhe mit Lyon und Marseille. Man kann auch einmal die Woche mit einem Nachtzug der Russischen Bahn ab Berlin nach Paris kommen. Ab Paris fahren Züge in alle Regionen Frankreichs. Meistens muss bei einem Umsteigen auch der Bahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewechselt werden. Wer sich ein Umsteigen in Paris und den damit verbundenen Bahnhofswechsel per Metro sparen möchte, kann von Brüssel (ICEs ab Frankfurt und Thalys ab Essen / Dortmund) oder Strasbourg (TGVs oder ICEs ab Stuttgart / München, Freiburg und Frankfurt, Nahverkehr ab Offenburg) aus viele Ziele in Frankreich erreichen. So gibt es von Brüssel TGVs nach Perpignan, Montpellier, Marseille, Nice, Nantes, Rennes und Lyon, ab Strasbourg TGVs nach Bordeaux, Rennes, Nantes, Montpellier, Nizza und Marseille. Im Nahverkehr fahren stündlich Züge zwischen Neustadt / Weinstraße und Wissembourg (teilw. an Wochenenden ab Koblenz / Mainz), Offenburg und Strasbourg sowie Wörth (einzelne ab Karlsruhe) und Lauterbourg (sonntags einzelne auch bis Strasbourg). Stündlich geht es auch zwischen Saarbrücken und Forbach (teilweise weiter bis Metz) hin und her. Bis zu fünfmal täglich verkehren auch Züge auf den Strecken Saarbrücken - Sarrequemines – Strasbourg sowie etwa zweistündlich zwischen Müllheim und Mulhouse (ein- bis zweimal bereits ab Freiburg). Zwischen Trier und Metz verkehren nur am Wochenende jeweils zwei Züge.

Zugverkehr Inland

Das französische Bahnsystem ist auf Paris ausgerichtet. Ab hier sind alle Regionen Frankreichs direkt zu erreichen. Auf allen weiten Strecken verkehren Hochgeschwindigkeitszüge, die das Bahnfahren zwischen den Städten schnell machen. Auf den Nebenstrecken ist die Qualität des Angebots sehr unterschiedlich. Taktverkehr gibt es selten. Manchmal verkehren nur drei Züge am Tag. Busse ergänzen dann das Angebot. In allen Fernzügen ist eine Sitzplatzreservierung obligatorisch. Nachtverkehr (nicht täglich, teilweise nur saisonal) besteht von Paris Richtung Briancon (Alpen), Perginan/Cerbere (Mittelmeerküste / Pyrenäen), Toulouse, Latour de Carol (Pyrenäen) und Albi.

Anreise mit dem Bus

Paris ist das Ziel vieler Buslinien. So fährt Flixbus täglich oder fast täglich tagsüber ab Dortmund / NRW , Frankfurt, Düsseldorf und München / Stuttgart sowie nachts ab Hamburg / Bremen, Dortmund / NRW, Frankfurt , München / Stuttgart, Freiburg, Berlin / Hannover, Nürnberg / Heidelberg und Dresden / Leipzig in die französische Hauptstadt, teilweise mit Zwischenstopps in Straßburg und Metz. Dorthin geht es auch mit Eurolines über Nacht ab Berlin / Hannover, Hamburg / Bremen, Dortmund / NRW, Nürnberg und München / Stuttgart, mit Ouibus ab Dortmund / Köln / Frankfurt  sowie mit Regiojet ab Mannheim / Saarbrücken. Nach Lyon fährt Flixbus täglich tagsüber ab München, Frankfurt / Karlsruhe / Freiburg, Ulm und Stuttgart (weiter nach Grenoble) sowie nachts ab München / Lindau, Frankfurt / Mannheim / Freiburg und Düsseldorf /Köln (weiter nach Montpellier bzw. Marseille). Regiojet bedient Lyon zweimal wöchentlich ab Stuttgart / Karlsruhe sowie Eurolines ab Frankfurt / Mannheim und Nürnberg / München. Lille im Nordosten von Frankreich wird täglich von Frankfurt / Köln (Flixbus) und Düsseldorf (IC-Bus) angefahren. Eurolines macht sich mehrmals die Woche auf den Weg von Frankfurt / Karlsruhe nach Perpignan. Außerdem verbindet Flixbus München mit Nizza / Cannes / Montpellier (viermal wöchentlich), Frankfurt mit Metz und Nancy (täglich) sowie über Nacht Stuttgart und Tübingen mit Nizza (viermal wöchentlich).

Anreise inkl. Fahrrad mit dem Zug oder Bus

In den grenzüberschreitenden Zügen von Deutschland nach Frankreich werden keine Fahrräder befördert. Es gibt aber einige TGV-Verbindungen ab Straßburg, die Fahrräder mitnehmen. So starten „Fahrrad“-TGVs nach Paris, Rennes, Nantes, Bordeaux, Montpellier, Marseille und Nizza. Außerdem nehmen Nahverkehrszüge zum Teil auch Räder mit. Diese verkehren auf kurzen Distanzen und eher nicht im Takt. Das bedeutet häufiges Umsteigen mit längeren Wartezeiten. Somit ist es außerhalb des grenznahen Regionen sehr mühsam in Frankreich mit Zug und Fahrrad auf diese Weise voranzukommen. Ausnahme bilden von Montag bis Samstag ein (hinzu) bis zwei (zurück) direkte Nahverkehrsverbindungen zwischen Strasbourg und Paris. Bis auf Samstag kommt die direkte Verbindung hinzu so spät in Paris an, dass keine Anschlusszüge mehr erreicht werden. Man kann aber auch abends ab Strasbourg noch bis Nancy fahren, eine Zwischenübernachtung einlegen und am nächsten Morgen direkt nach Paris weiterfahren. Als sonstige Alternative bieten sich die Fernbusse von Flixbus an, die zu mindestens umsteigefrei bis Paris, Lyon, Marseille und Nizza fahren und Fahrräder mitnehmen. (Verbindungen siehe unter Anreise mit Bus)    

Anreise mit dem Fahrradbus

Rucksackreisen bietet wöchentlich im Juli und August ab Münster und Köln Fahrten nach Beaune und Decize im Burgund an.

Fahrradmitnahme im Land

Nur die unter „Anreise mit Fahrrad“ erwähnten TGVs ab Strasbourg nehmen Räder im Hochgeschwindigkeitsverkehr mit. Alle anderen TGVs haben keine Mitnahmemöglichkeit. Es gibt aber auch Intercitys, die Fahrräder befördern. Ab Paris gibt es solche u.a. nach Granville (Normandie), Cherbourg, Le Havre, Clermont-Ferrand, Nantes und Toulouse. Auch die beiden Nachtzüge Paris-Cerbere und Paris-Toulouse nehmen zeitweise Fahrräder mit. Im Nahverkehr ist das Angebot recht unterschiedlich. Je nach Strecke befördern alle oder auch nur zwei Züge einer Relation Fahrräder. Da meist kein Taktfahrplan besteht, entstehen so beim Umsteigen mit Fahrrad in der Regel längerer Wartezeiten und Vorwärtskommen auf längeren Strecken benötigt Zeit.

Anreise mit Zug und Auto

Es gibt keine Autozugverbindung zwischen Deutschland und Frankreich. Lediglich für Norddeutsche kann die Verbindung von BahnTouristikExpress (BTE) zwischen Hamburg und Lörrach interessant sein (Mitte Mai bis Anfang Oktober zwei- bis fünfmal wöchentlich).

Reisedauer:

Reisedauer Frankreich
ZielabDauer
BordeauxKöln7 h
BordeauxStuttgart7 h
LyonFrankfurt6 h
LyonKöln 6 h
LyonStuttgart6 h
MarseilleFrankfurt8 h
MarseilleKöln8 h
MarseilleStuttgart8 h
NantesFrankfurt7 h
NantesKöln7 h
NantesStuttgart7 h
ParisBerlin8 h
ParisHamburg8 h
ParisFrankfurt4 h
ParisKöln3 h
ParisMünchen6 h
ParisStuttgart3 h
PerpignanKöln10 h
StrasbourgMünchen4 h
StrasbourgFrankfurt2 h
StrasbourgStuttgart1 h
ToulouseFrankfurt9 h
ToulouseKöln9 h
ToulouseStuttgart9 h

 

Bahnsparangebote Frankreich

Sparpreis Europa

Festpreise für grenzüberschreitende Fahrten mit ICE / TGV Richtung Paris und Marseille, Nahverkehr in Deutschland im Vor- und Nachlauf zugelassen; Kauf mind. 1 Tag und maximal 4 Monate im voraus; Preis gilt für einfache Fahrt

Zielgruppe: Einzelreisende; Eltern / Großeltern mit Kindern; alleinreisende Kinder.

Fahrausweis erhältlich: DB-Schalter, Bahnagenturen, Internet, DB-Automat

Gültigkeit: Zugbindung; kontingentiert; keine Umwege möglich; Fahrkarte vier Tage gültig; Erstattung und Umtausch gegen 19 Euro bis einen Tag vor Reise möglich.

Preis: 2. Klasse ab 39 €; 1. Klasse ab 49 € (bei grenznahen Verbindungen ab 19 / 39 €); 25 % Rabatt bei BahnCard 25; alleinreisende Kinder zahlen halben Preis; Kinder in Begleitung von Eltern / Großeltern reisen auf deutschem Abschnitt kostenlos.

 

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Info- und Internetadressen: