Lokalbahn in den Pryenäen
© Ulrich Habbe

Frankreich

Zügig durch Europa

Anreise mit dem Zug

Fünf Thalys-Züge ab Essen über Düsseldorf und Köln, fünf bis sechs ICE/TGV ab Frankfurt über Mannheim und Saarbrücken/Strasbourg, ein TGV ab Freiburg über Mulhouse sowie fünf TGV/ICE ab Stuttgart (einer kommt bereits von München) über Karlsruhe steuern jeden Tag die französische Hauptstadt an. Täglich verbindet auch ein TGV Frankfurt und Karlsruhe mit Lyon und Marseille. Man kann auch einmal die Woche mit einem Nachtzug der Russischen Bahn ab Berlin nach Paris kommen. Ab Paris fahren Züge in alle Regionen Frankreichs. Meistens muss bei einem Umsteigen auch der Bahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewechselt werden. Wer sich ein Umsteigen in Paris und den damit verbundenen Bahnhofswechsel per Metro sparen möchte, kann von Brüssel (ICEs ab Frankfurt und Thalys ab Essen / Köln) oder Strasbourg (TGVs ab Stuttgart / München und Frankfurt, Nahverkehr ab Offenburg) aus viele Ziele in Frankreich erreichen. So gibt es von Brüssel TGVs nach Perpignan, Montpellier, Marseille und Nizza, ab Strasbourg TGVs nach Bordeaux, Rennes, Nantes, Montpellier und Marseille. Im Nahverkehr fahren stündlich Züge zwischen Neustadt / Weinstraße und Wissembourg (teilw. an Wochenenden ab Koblenz / Mainz oder bis Strasbourg), Offenburg und Strasbourg sowie Wörth (einzelne ab Neustadt /Weinstraße bzw. Karlsruhe) und Lauterbourg. Stündlich geht es auch zwischen Saarbrücken und Forbach (teilweise weiter bis Metz) hin und her. Bis zu fünfmal täglich verkehren auch Züge auf den Strecken Saarbrücken - Sarrequemines – Strasbourg sowie zweistündlich zwischen Müllheim und Mulhouse (ein- bis zweimal bereits ab Freiburg). Zwischen Trier und Thionville bzw. Metz verkehren nur am Wochenende jeweils zwei Züge.

Zugverkehr Inland

Das französische Bahnsystem ist auf Paris ausgerichtet. Ab hier sind alle Regionen Frankreichs direkt zu erreichen. Auf allen weiten Strecken verkehren Hochgeschwindigkeitszüge, die das Bahnfahren zwischen den Städten schnell machen. Auf den Nebenstrecken ist die Qualität des Angebots sehr unterschiedlich. Taktverkehr gibt es selten. Manchmal verkehren nur zwei Züge am Tag. Busse ergänzen dann das Angebot. In allen Fernzügen ist eine Sitzplatzreservierung obligatorisch.

Anreise mit dem Bus

Täglich fährt Eurolines tagsüber ab Dortmund/Rhein-Ruhr und Hamburg (dreimal wöchentlich) sowie nachts ab Hamburg, München/Stuttgart, Münster/Dortmund/Köln, Berlin/Hannover und Frankfurt/Nürnberg nach Paris. Auch Lille wird täglich bis zweitäglich von Dortmund/Rhein-Ruhr, Köln, Berlin, München und Nürnberg/Frankfurt aus angefahren. FlixBus fährt täglich tagsüber von Stuttgart, Freiburg, Berlin / Hannover / Ruhrgebiet und Frankfurt / Saarbrücken nach Paris, von Frankfurt nach Lyon sowie über Nacht ab Hamburg, Berlin, München / Augsburg / Stuttgart, Frankfurt und Bonn / Köln nach Paris. IC-Busse verbinden einmal täglich Nürnberg und Mannheim mit Straßburg und Paris. Straßburg wird außerdem zweimal in der Woche ab Köln / Trier / Saarbrücken und fünfmal ab Freiburg durch DeinBus angefahren. Schließlich fährt RegioJet zweimal die Woche von Stuttgart über Straßburg und Dijon nach Lyon.

Anreise inkl. Fahrrad mit dem Zug oder Bus

Da die TGVs, ICEs und Thalys, die in Deutschland starten, keine Räder mitnehmen, bleibt nur eine Reise über Strasbourg sinnvoll übrig. Ab Strasbourg gibt es TGV-Verbindungen nach Paris, Rennes, Nantes und Bordeaux Fahrradstellplätze in TGVs sind entweder über die SNCF direkt (Tel.: 01805/218 238), über Bahnagenturen mit SNCF-Lizenz oder im Internet zu buchen. Alle grenzüberschreitenden Nahverkehrszüge nehmen Fahrräder mit. Paris kann auch mit FlixBus ab Hamburg, Frankfurt, Bonn / Köln, München / Augsburg, Freiburg, Berlin / Hannover / Ruhrgebiet und Stuttgart erreicht werden sowie Lyon ab Frankfurt.

Anreise mit dem Fahrradbus

Rucksackreisen bietet wöchentlich im Juli und August ab Münster und Köln Fahrten nach Beaune und Decize im Burgund an.

Fahrradmitnahme im Land

Ein Teil der TGVs nimmt Fahrräder mit, vor allem im Ostteil des Landes. Außer den unter Anreise beschriebenen TGVs ab Strasbourg und Luxemburg bestehen noch TGV-Fahrradverbindungen von Lille nach Rennes, Quimper und Nantes sowie ab Paris nach Toulouse, Lourdes, Biarritz, Calais, Tours, Brest und Quimper. Auch einige normale Fernzüge befördern Räder. Ab Paris gibt es solche u.a. nach Granville (Normandie), Cherbourg, Le Havre, Clermont-Ferrand und Toulouse . Auch etliche innerfranzösische Nachtzüge nehmen zeitweise (nicht unbedingt täglich) Fahrräder mit, so auch die von Paris nach Portbou, Lourdes, La Tour de Carol, Toulouse, Albi oder Biarritz. Im Nahverkehr ist das Angebot recht unterschiedlich. Je nach Strecke befördern alle oder auch nur zwei Züge einer Relation Fahrräder. Da meist kein Taktfahrplan besteht, entstehen so beim Umsteigen mit Fahrrad in der Regel längerer Wartezeiten und Vorwärtskommen auf längeren Strecken benötigt Zeit.

Anreise mit Zug und Auto

Es gibt keine Autozugverbindung zwischen Deutschland und Frankreich. Lediglich für Norddeutsche kann die Verbindung von BahnTouristikExpress (BTE) zwischen Hamburg und Lörrach interessant sein (von wöchentlich im Winter bis zweitäglich im Sommer).

Reisedauer:

Reisedauer Frankreich
ZielabDauer
BordeauxKöln8 h
BrestKöln9 h
Clermont - FerrandKöln8 h
LyonFrankfurt6 h
LyonKöln über Brüssel6 h
LyonMünchen8 h
LyonSaarbrücken5 h
NantesKöln7 h
NizzaKöln über Paris10 h
NizzaStuttgart11 h
ParisFrankfurt über Saarbrücken4 h
ParisKöln3 h
ParisStuttgart4 h
PerpignanKöln über Paris10 h
RouenKöln5 h
ToulouseKöln über Paris10 h
ToulouseMünchen über Paris14 h

Info- und Internetadressen: