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Irland

Zügig durch Europa

Anreise mit Zug und Fähre

Der schnellste Weg von Deutschland nach Irland führt über London. Zuerst geht es mit ICEs ab Frankfurt oder Thalys ab Düsseldorf über Köln nach Brüssel. Von dort verkehrt der Eurostar fast jede Stunde bis nach London. Nach einem Bahnhofswechsel (von London St.Pancras nach London Euston) starten von dort direkte Züge zu dem wallisischen Hafen Holyhead und nach Liverpool. Mit einem Zugwechsel in Swansea oder Cardiff sind auch die Häfen von Fishguard (allerdings nur wenige Züge am Tag) und Pembroke (oft zusätzlicher Wechsel in Carmarthen) zu erreichen. Ab Holyhead geht es neunmal täglich in zwei bis drei Stunden nach Dublin (Stenaline oder Irish-Ferries). Liverpool ist Abgangshafen für Fähren nach Belfast mit Stenaline (eine Tag- und eine Nachtfahrt), sowie nach Douglas auf der Insel Man (ein- bis zweimal täglich mit Steam Packet Company). Rosslaire im Südosten Irland wird zweimal täglich von Irish-Ferries ab Pembroke und zweimal täglich ab Fishguard (Stenaline) angefahren.

Aus Süddeutschland bietet sich eine Alternative mit Umsteigen und Bahnhofswechsel in Paris an: Ab Cherbourg (Direktverbindung ab Paris) fährt Irish Ferries und Stena-Lines je dreimal wöchentlich nach Rosslare und Irish Ferries einmal wöchentlich nach Dublin. Ab Roscoff (ab Paris, Umsteigen in Morlaix) pendelt Brittany Ferries wöchentlich nach Cork und Irish Ferries zweimal die Woche im Sommer nach Rosslare. Paris ist direkt mit ICEs/TGVs ab Frankfurt, Freiburg, Stuttgart und München zu erreichen. Wer nach Nordirland möchte, kann ab Newcastle (Fährverbindung ab Amsterdam/Ijmuiden mit DFDS) Nordengland nach Stranraer (Bus zum Fährterminal in Cairnryan; Fährverbindung bis zehnmal täglich nach Belfast bzw. Larne mit Stena Line oder P&O) queren. Es muss mindestens einmal in Glasgow oder Kilmarnock umgestiegen werden. Amsterdam ist von Richtung Berlin, Frankfurt/Köln und Basel direkt mit dem Zug zu erreichen.

Zugverkehr Inland

Der Zugverkehr in Irland ist auf die Hauptstadt Dublin ausgerichtet. Die Querverbindungen werden durch Buslinien abgedeckt. Zwischen Dublin und Cork (mit Umsteigen in Limerick Junction auch nach Limerick) verkehren die Züge stündlich, von Dublin nach Galway, Sligo, nach Tralee mit Umsteigen in Mallow und nach Londonderry mit Umsteigen in Belfast alle zwei Stunden. Die übrigen Langstrecken gen Westen nach Ballina und Westport sowie zum Hafen Rosslare und nach Waterford werden vier bis fünfmal täglich befahren. Auf den Querverbindung zwischen den Hauptstrecken sind die Züge teilweise nur zweimal am Tag unterwegs.

Anreise inkl. Fahrrad mit Zug und Fähre

Ein bisschen Abenteuerlust sollte man schon mitbringen, wenn man mit Zug, Fähre und Fahrrad von Deutschland nach Irland reisen will. Durch den Wegfall der Fahrrad befördernden Nachtzüge von Deutschland nach Paris und Amsterdam ist es nicht einfacher geworden. Es bieten sich zwei praktikablen Routen an.

Die nördlichere beinhaltet eine Fährnachtfahrt von Rotterdam nach Hull (PO-Ferries). Zielbahnhof für den Abgangshafen ist Hoek van Holland. Eine Pendelfähre fährt von dort in den Europoort von Rotterdam auf der anderen Seite der Maasmündung. Hoek van Holland ist gut mit den zweistündlichen Intercitys ab Berlin über Hannover und Osnabrück sowie Umsteigen in Amersfoort und Rotterdam oder auch mit Nahverkehrszügen (leider häufiges Umsteigen) ab NRW zu erreichen. Ab Hull kann man Nordengland bis nach Holyhead queren (zweimal Umsteigen in Manchester und in Chester bzw. Llandudno). Dort erreicht man dann eine Fähre von Irish-Ferries nach Dublin. Es ist auch möglich in Liverpool wieder eine Nachtfähre zu nehmen, entweder von Stenaline nach Belfast oder von PO-Ferries nach Dublin (ab Hull einmal Umsteigen in Manchester).

Die Südroute führt von Straßburg nach Paris (Fahrrad-TGVs) und weiter nach Cherbourg in der Normandie (Intercitys). In Paris muss vom Gare de l'Est zum Gare St. Lazare geradelt werden (ca. 3km). Ab Cherbourg starten die Nachtfähren von Irish-Ferries nach Rosslaire und Dublin sowie von Stenaline nach Rosslaire. Mit Fahrrad kommt man nur mit Nahverkehrszügen ab Offenburg nach Straßburg. Wenn man früh aufbricht, erwischt man ab Frankfurt und Stuttgart auf dieser Route die meisten Fähren am selben Tag, ab München, Nürnberg, Köln und Düsseldorf zu mindestens die späteren Fähren, die ab 21 Uhr starten. Auch ein ÖBB-Nightjet ab Hamburg und Berlin hält in Offenburg so, dass auch die morgendlichen TGVs und somit auch alle Nachtfähren ab Cherbourg erreicht werden können. Zu beachten ist, dass die DB-Bahnauskunft die Fahrradbeförderung bei den TGVs nicht anzeigt.

Alle anderen Routen, so über Roscoff, London und Newcastle, sind nur mit vielen Umsteigen und Übernachtungen an der Strecke zu bewältigen.

Fahrradmitnahme im Land

In allen Zügen von Nordirland sowie in allen Fernzügen in Irland werden Räder mitgenommen. Abgesehen von der Linie Dublin–Cork sind in der Republik Irland immer nur zwei Räder pro Zug nach Reservierung erlaubt. In den Nahverkehrszügen im Grossraum Dublin ist eine Radmitnahme nur außerhalb der Stoßzeiten erlaubt. In Nordirland ist Platz für vier Räder pro Zug.

Reisedauer:

ZielabDauer
BelfastKöln über Hull43 h
BelfastKöln über London19 h
BelfastKöln über Newcastle35 h
CorkSaarbrücken über Roscoff23 h
DublinKöln über Holyhead16 h
DublinSaarbrücken über Cherbourg28 h
RosslareKöln über Fishguard18 h
RosslareSaarbrücken über Cherbourg28 h

Info- und Internetadressen: