Wiesenbett alt
© Wiesenbett

Draußen schlafen

Übernachten unter freiem Himmel – ein besonderes Erlebnis nicht nur für Kinder

Barfuss und im Schlafanzug schon mal leise aus dem Zelt kriechen, während die Eltern noch schlafen – Mitten in der Natur ist es einfach am Schönsten.

Eine kleine Karawane ist es, die da mit Schlafsäcken, Matten, Kuscheltieren und Feuerholz zum Strand zieht. Zwar haben sie eigentlich Familiencamp mit Zeltübernachtung gebucht. Aber trotzdem sind viele große und kleine Camper dem Reiz gefolgt, wenigstens in dieser einen sternenklaren Nacht mal einfach so am Strand zu schlafen. Für die Kinder ist es ein großes Abenteuer, im Halbschlaf das Rauschen des Meeres und das Knistern des Feuers zu hören. Für die Erwachsenen ist es eine Erinnerung an vergangene Zeiten und Urlaube ohne Kinder.

Näher kommt man der Natur kaum als beim Schlafen im Freien oder im Zelt. Das Attraktive für Kinder: Es gibt keine Trennung zwischen drinnen und draußen. Essen, trinken, spielen, schlafen – alles findet am gleichen Ort und ohne Umziehen oder Händewaschen statt.

Wem das zu viel Nähe zur Natur ist, der kann mit "Wiesenbett" einen komfortablen Kompromiss zwischen drinnen und draußen, Zivilisation und Natur herstellen. Die halbfesten Unterkünfte – offen, aber möbliert (siehe Foto) – stehen auf idyllischen Bauernhöfen mitten in der Natur. Jeder Hof bietet ein besonders Ambiente. Auf dem Hilserhof – einem 400 Jahre alten Schwarzwaldhof in Triberg – haben die "Wiesenbett"-Hauszelte ein ganzes Seitental für sich, ein Naturbach fließt zwischen den Zelten und morgens kann man durch einen Sprung in den Badesee wach werden. Ein anderes Wiesenzelt steht auf dem Pferdehof direkt am Rand der Pferdekoppeln. Auf der niedeländischen Insel Texel gibt es Wiesenzelte auf einem Schafhof in den Dünen oder einem Bio-Ziegenhof mit eigener Käserei direkt am Meer.

 

 

Regine Gwinner, 2014

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Draußen schlafen mit Kindern

Zelten ist eine einfache und günstige Methode, mitten in der Natur zu übernachten. Im Gebirge darf man in der Regel biwakieren, das heißt das Zelt bei Sonnenuntergang auf- und nach Sonnenaufgang abbauen. In dichter bevölkerten Gegenden sollte man vorher beim Bauern fragen oder einen naturnahen Campingplatz auswählen.

Auf vielen Campingplätzen kann man voll ausgestattete Hauszelte leihen, zum Beispiel auf dem Agriturismo Le ­Grigue in Ligurien.

Der Zelt-Tipp für alle, die zu Fuß unterwegs sind und ihr Zelt mitschleppen müssen: Power LIzard SUL 2–3 P von ­Vaude. Das 2-Personen-Zelt wiegt nur 1,2 Kilogramm.