Bergsee in Frankreich
© Michaela Mohrhardt

Slow-Tourismus in Frankreich

Frankreich neu entdecken: per Rad, zu Fuß oder auf dem Wasser

Warum nicht mit mehr Gelassenheit? Es lohnt sich, Frankreich in aller Ruhe zu entdecken – von der Champagne bis zur Provence, von der Auvergne bis nach Okzitanien, via Bordeaux und oder durch das Tal der Dordogne, auf Nebenstraßen, zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf dem Wasser. Anderswo verrät, wie man Frankreich jenseits der Touristen-Hotspots entspannt und genussvoll entdecken kann. Ein Film zeigt schönste Impressionen – siehe unten.

Frankreich per Fahrrad

Es lebe das Mountainbike oder wie der Franzose sagt: Vive le VTT! In Frankreich gibt es viele Regionen, die sich am besten per Rad entdecken lassen: in der Champagne beispielsweise die Weinberge oder die friedlichen Seen des Forêt d'Orient. Der französische Radsportverband hat viele schöne Strecken ausgewiesen – mal mehr, mal weniger anspruchsvoll. Wer es gerne bergig mag, findet sportliche Routen im Naturpark Livradois-Forez in der Auvergne. Wer lieber auf längeren Strecken unterwegs ist, kann von den Alpen bis zum Mittelmeer der Radwanderroute ViaRhôna folgen. An der Strecke quer durch die Region Okzitanien-Sud de France liegen dann doch ein paar der ganz großen Sehenswürdigkeiten Frankreichs – zum Beispiel der weltberühmte Pont du Gard oder die weiten Ebenen der Camargue.

Luberon und Provence

Auf in den Sattel: Die Provence ist nur einige Pedaltritte entfernt! Mit dem E-Bike ist es ein besonderer Genuss, auf den kleinen Straßen des Lubéron zu radeln zwischen Lavendelfelder, mit Blick auf den Mont Ventoux bis hin zu den Ockerfelsen des Roussillon.

Atlantik und Dordogne

Wer sich beim Radfahren lieber von einer frischen Atlantikbrise umwehen lässt, dem seien die Touren entlang der Bucht von Arcachon oder rund um Bordeaux empfohlen. Oder im Hinterland der Pyla-Düne, wo man durch duftende Pinienwälder fährt und immer wieder Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im Meer hat.

Frankreich zu Fuß

Schuhe geschnürt, Stöcke in die Hand: Frankreich ist berühmt für seine schönen und gut gepflegten Wanderwege. Die finden sich überall – in den Bergen, an der Küste und natürlich entlang der schönsten Flüsse.

Okzitanien und Provence

In der Region Okzitanien-Sud de France bietet die Route „Urbain V“ am Fluss Gardon entlang beste Ausblicke auf den Pont du Gard und die malerischen Orte Castillon-du-Gard und Uzès, die perfekt sind für eine erholsame Pause und eine köstliche Mahlzeit.

Die Provence bietet Wanderern eine ungeheure Vielfalt an Wegen und Landschaften – von Hochgebirge in den Seealpen bis zu Küstenwanderungen entlang der Côte d’Azur. Überall gibt es kleine historische Ortschaften mit Bäckerei und Bistro und natürlich Weinhänge und Olivenhaine, in denen man Picknicken und den schönen Blick übers Land genießen kann.

Wandern auf alten Wegen

Die alten Steinmauern an den Berghängen des Vaucluse erzählen den Wanderern Geschichten aus vergangenen Zeiten, als hier vor allem Händler oder Soldaten unterwegs waren. Das gilt auch für die Wanderwege auf den Höhen bei Troyes, durch die Weinberge und vorbei an gallo-romanischen Überresten. Auch hier ist die Region Champagne-Ardennes wieder ein Geheimtipp: Hier kann man in einsamen Berglandschaften wandern und die schönen Ausblicke über die alten Kulturlandschaften genießen.

Wasserwandern in Frankreich

Leinen los! Mit herrlichen Flüssen, majestätischen Strömen und kilometerlangen Kanälen lädt Frankreich zu Schiffstouren und zum Wasserwandern ein.

Dordogne

Elegante Schlösser, malerische Dörfer und ganz viel Natur begleiten den Wasserwanderer, der sich per Kajak oder Kanu auf der Dordogne flussabwärts bewegt. Vom Zentralmassiv bis in die Gironde-Mündung kann man den Fluss auf fast 500 Kilometer begleiten. Die ganze Dordogne-Region ist von der UNESCO wegen ihrer besonderen Flora und Fauna als Biosphärenreservat geschützt.

Provence

Wer mediterranes Ambiente bevorzugt, findet dies entlang des Flusses Sorgue in der Region Vaucluse. Besonders beeindruckend ist der Abschnitt zwischen Fontaine-de-Vaucluse und Isle-sur-la Sorgue, der durch tief eingeschnittene Felsentäler und an kleinen Ortschaften vorbei führt.

Auch der Gardon oder der Rhône-Kanal sind ideal für Wasserfreunde. Auf dem Rhône-Kanal kann man sich beispielsweise auch mit der ganzen Familie auf einem bewohnbaren Motorboot einmieten und ganz gemütlich von Ort zu Ort fahren

Mehr Informationen

Videos

Videos zum Slow-Tourismus in Frankreich: www.youtube.com/user/RendezvousenFrance

Impressionen zum Slow-Tourismus in Frankreich