Frühling in Rom
© Michael Adler

Kurzurlaub in Rom

Tipps für einen Kurztrip mit dem Nachtzug in die italienische Hauptstadt – die beste Pizza, die schönste Piazza

Manche Klischées gibt es einfach, weil sie wahr sind: Während es nördlich der Alpen schneit und friert, ist in Rom der Himmel blau und die Luft so warm, dass alle in Sommerkleidchen herumlaufen. Für alle, die spontan in die römische Hauptstadt reisen möchten, hat Anderswo ein paar Tipps zusammengestellt:

Ausgehen

Auch in der Antike gab es schon Schutthalden. In Rom ist aus den Scherben von geschätzt 53 Millionen Amphoren, Krügen und Tontöpfen ein echter Berg entstanden. Der Monte Testaccio bildet ein eigenes Stadtviertel und gehört dank vieler Kneipen, Clubs und Kultureinrichtungen zur Zeit zu den angesagtesten Ausgehmeilen der italienischen Hauptstadt. Führende Institution des Testaccio ist der alte römische Schlachthof, der 1975 endgültig geschlossen wurde und inzwischen ein großes alternatives Kulturzentrum, die "Città dell’Altra Economia", beherbergt. Viele Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände wie der Verband der italienischen Biolandwirte, eine Kinderbuchhandlung und ein hervorragendes Bio-Restaurant Stazione di Posta, befinden sich in dem historischen Gebäude. Rund um den Schlachthof drängeln sich ab 24 Uhr die Nachtschwärmer, denn hier gibt es zahlreiche Clubs mit Live-Musik, Diskotheken und Bars für jeden Geschmack.

Günstig essen

In Rom lässt es sich vergleichsweise gut und günstig leben. Ein köstliches Stück Pizza oder Focaccia auf die Hand und ein Getränk gibt es schon ab 3 Euro, zum Beispiel in der Bäckerei in der Via del Moro in Trastevere. Hier kann man dem Bäcker beim Belegen der Pizza zuschauen und unter einem ständig wechselnden Angebot von mindestens 15 unterschiedlichen Pizzen wählen – keine leichte Entscheidung. Alle Zutaten sind regional und naturbelassen. Am Wochenende reicht die Schlange der einheimischen Kunden allerdings manchmal bis hinaus auf die Gasse.
Eine Tasse Cappuccino oder Espresso kostet in den meisten Bars immer noch 1 Euro. So kann man, wenn die Füße schmerzen, zwischendurch mal ausruhen, ohne dass – wie in Paris oder London – gleich das ganze Urlaubsbudget dran glauben muss.

Picknicken oder ausruhen

Idyllische Picknickplätze findet man in den vielen öffentlichen Parks, oft mit herrlicher Aussicht auf dem Gipfel der römischen Hügel. Für 8 Euro Eintritt kann man aber auch in den botanischen Garten der Stadt gehen und den Tag dort mit Blick auf die Stadt im Grünen verbringen.

Übernachten

Günstig und stilvoll schlafen kann man beispielsweise im "Hotel San Francesco" (www.hotelsanfrancesco.net), das übrigens schon so hieß, bevor der neue Papst diesen Namen wählte.

Anreise

Entspannt und klimaschonend reist man nach Rom mit dem Nachtzug. Der Zug startet von München am späteren Abend und kommt am frühen Vormittag mitten im Zentrum der italienischen Hauptstadt an der "Stazione Roma Termini" an.
Hier gibt es mehr Informationen zur Anreise nach Italien und zur Nachtzugreise.

 

Regine Gwinner, 2013