Fahrräder an der Ems
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Der Ems-Radweg

Entspannt radeln an Deutschlands kleinstem Strom

Von den Ems-Quellen zwischen Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock am Rande des Teutoburger Waldes verläuft der 375 Kilometer lange Ems-Radweg an Deutschlands kleinstem Strom entlang bis zur Ems-Mündung in die Nordsee bei Emden. Die Landschaft ist flach und vor allem von der lokalen Landwirtschaft geprägt. Viel Platz, viel Grün, Kälbchen, Pferde oder Schafe am Wegesrand machen den Ems-Radweg zu einer beliebten Radroute für Familien. Auch die Möglichkeit, bis an die Küste zu radeln, ist eine gute Motivation für Kinder. Die Themen Wasser, Schiffe, Schleusen, Meer und nicht zuletzt die Meyer-Werft sorgen für spannende Pausen und viel Gesprächsstoff unterwegs. Übernachten kann man im Zelt auf dem Bauernhof oder im Heuhotel. Das ist aufregend und schont das Budget. Die Route verläuft ohne nennenswerte Steigungen in überwiegend ebenem Gelände. Der Weg ist größtenteils asphaltiert und wird weitgehend abseits verkehrsreicher Straßen, aber nicht immer komplett autofrei geführt. Er ist durchgehend gut beschildert.

Der Ems-Radweg führt durch fünf attraktive und abwechslungsreiche Urlaubsregionen: Paderborner Land, Kreis Gütersloh, Münsterland, Emsland und Südliches Ostfriesland mit ihren Heide-, Moor-, Auen-, Fehn- und Polderlandschaften. Nach dem Start in der Moosheide schlängeln sich Fluss und Radfernweg zunächst durch das Paderborner Land und den Kreis Gütersloh. Hier am Oberlauf prägen Sanddünen, Kiefernwälder und Feuchtwiesen das Landschaftsbild. Für Zwischenstopps bieten sich die historischen Stadtkerne von Rietberg und Rheda-Wiedenbrück mit der typischen Fachwerkarchitektur an oder das Zisterzienserkloster Marienfeld.
Entlang der Ems-Auen geht es dann durch die Parklandschaft des Münsterlandes mit seinen märchenhaften Wasserschlössern, Gärten und Pferdekoppeln. Hier bietet sich eine Besichtigungs-Pause in der Reiterstadt Warendorf mit dem NRW-Landgestüt oder im Wallfahrtsort Telgte an.

Im südlichen Emsland folgt der Radweg dem Fluss durch grüne Auen und ausgedehnte Moor- und Heidegebiete. Ab Meppen wird die Schiffbautradition der Region sichtbar: Immer wieder liegen Häfen, Schleusen und Wehre auf der Route. Und von Papenburg aus verlassen beeindruckende Kreuzfahrtschiffe die Meyer-Werft in Richtung Meer. Richtig maritim wird es dann in Ostfriesland: Hier kann man das Meer bereits erahnen und die frische salzige Seeluft schnuppern. Hungrige Radler stärken sich hier mit leckeren Fischbrötchen oder Krabbenbroten.

Immer an der Ems entlang geht es anschließend bis Emden. Das hübsche Städtchen Leer, das als Tor Ostfrieslands gilt, ist ein willkommener Zwischenstopp, denn der Nordsee-Wind weht häufig und heftig gegen die Fahrtrichtung. An der Mündung der Ems in die Nordsee ist die Radtour zu Ende. Hier können sich müde Radler am Strand erholen oder die Tour per Schiff auf die Nordseeinsel Borkum fortsetzen. Der anschließende Strandurlaub ist eine schöne Belohnung für die tapferen kleinen Radlerinnen und Radler.

Birte Evers, 2014

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