© Katharina Baum

Hiergefühl Bremen

Katharina nimmt uns mit in ihre Heimat

Katharina, Journalistin für nachhaltige Mobilität und nachhaltigen Tourismus bei fairkehr:

"Ich bin ein großer Fan von grasenden Kühen, davon gibt es bei uns ganz viele!"

Darum schlägt mein Herz für meine Region

Als Kind und Jugendliche habe ich Bremen-Nord, wo ich aufgewachsen bin, nie besonders zu schätzen gewusst. Erst in den letzten Jahren fällt mir auf, wie schön vor allem die Natur dort ist. Egal, wo man wohnt oder übernachtet, man ist immer schnell im Grünen und am Wasser. Bremen und Umland sind für mich ganz fest mit Weser, Lesum und Wümme verbunden, davon lebt die Landschaft.

So habe ich meine Heimat neu entdeckt

Im ersten Lockdown bin ich für einen Monat zurück zu meinen Eltern ins Kinderzimmer gezogen, um nicht ganz allein im Home-Office zu sitzen. Es war Frühling. Keine 100 Meter von unserem Haus entfernt fließt die Lesum und ich bin fast jeden Tag auf dem Deich unterwegs gewesen – zu Fuß, skatend oder radelnd. Dabei habe ich die Natur sehr genossen, aber auch die typisch norddeutschen Backsteinhäuser mit Reetdächern. Davon gibt es im Stadtteil Lesum besonders viele. Dort gibt es auch viele kleine, unabhängige Läden, an der und um die Hindenburgstraße herum, in denen man herrlich stöbern kann. Und über allem thront die St. Martini-Kirche, eine hübsche kleine Backsteinkirche. Vom Deich aus sieht sie unglaublich malerisch aus, wie sie die grünen Baumwipfel überragt. Fährt man auf dem Deich in dieser Richtung weiter, erreicht man bald den Zusammenfluss von Lesum und Weser.

In der anderen Richtung gibt es weniger Bäume, hier bahnt sich die Lesum ihren Weg durch ehemalige Moorlandschaften. Vorbei am kleinen Dorf Wasserhorst mit der ältesten Kirche Bremens, erreicht man nach einer Weile das Blockland. Wer will, radelt von hier bis nach Worpswede weiter. All diese Dinge habe ich lange als selbstverständlich und langweilig angesehen, inzwischen aber finde ich: Bremen-Nord hat viel zu bieten!

Mein ♥ Wanderweg

Ich würde eher von ausgedehnten Spazierwegen als Wanderwegen sprechen, da man in Bremen-Nord und Umgebung selten auf Steigungen trifft. Schön ist der Rundweg um den Grambker Sportparksee, ein Baggersee. Sobald man den Sandstrand hinter sich gelassen hat, ist man meist ganz für sich. Zwischen See, Lesum und Werder liegt das Naturschutzgebiet Werderland. Es ist durchzogen von  Kanälen und bietet schöne Wege und Pfade für große und kleine Entdecker.

Mein ♥ Radweg

Über Lesum und Wümme an der Hamme entlang durchs Blockland Richtung Worpswede.

Mein ♥ Naturerlebnis

Der Knoops Park. Ein bescheidener, aber wunderschöner alter Park, der sich vom Ufer der Lesum den Hang hinauf bis in den Stadtteil Lesum zieht. Besonders die Wege abseits des Wassers sind auch an schönen Tagen friedlich und nicht überfüllt. Jeden Sommer findet hier das Musikfestival "Sommer in Lesmona" statt.

Mein ♥ Picknickplatz

Eigentlich überall entlang der kleinen Flüsse, also Lesum, Wümme und Hamme.

Meine ♥ Cafés

Das Café Moorlosen Kirchen an der Weser und am Ende des Naturschutzgebiets Werderland. Das Café Knoops Park, hier gibt es Frühstück, Eis, Kuchen und Waffeln. Und für hungrige Blockland-Radelnde das Melkhus Wümmedeich.

Mein Tipp für Familien

Die botanika am Rhododendronpark, auch wenn das nicht der Bremer Norden ist. Ein gut gemachtes Mitmach-Museum zu verschiedenen Natur-Themen, mit anschließendem botanischen Garten.

Über mich

Ich bin Katharina, 25. Geboren und aufgewachsen bin ich in Bremen. Nach Stationen in Barcelona und Tübingen lebe ich inzwischen in Bonn und arbeite als Journalistin für nachhaltige Mobilität und nachhaltigen Tourismus bei fairkehr.