© gianluigibec77/istockphoto.com

Sardinien

Zügig durch Europa

Anreise mit der Fähre und Verkehr auf der Insel

Ab Genua, Livorno und Civitavecchia bestehen die meisten Fährverbindungen in Richtung Sardinien. Durch die Länge der Strecke sind es überwiegend Nachtfahrten. In Genua starten Tirrenia und Grandi Navi Veloci ein- bis zweitäglich nach Porto Torres. Mehrmals in der Woche geht es auch nach Olbia (Tirrenia, Grandi Navi Veloci und Moby Lines) Olbia (Moby Lines; Grimaldi) und Golfo Aranci (Corsica Ferries) werden mehrmals täglich ab Livorno angefahren. Schiffe von Grimaldi und Tirrenia verbinden Civitavecchia mit den sardischen Orten Olbia, Arbatax, Porto Torres und Cagliari. Ab Piombino starten im Sommer fast täglich Fähren von Moby-Lines nach Olbia. Im Sommer fährt Corsica Ferries mehrmals die Woche von Toulon nach Porto Torres sowie von Nizza nach Golfo Aranci. La Meridionale und Corsica Linea bedienen einmal die Woche die Strecke Marseille - Porto Torres. Die Hafenorte Porto Torres, Cagliari, Olbia und Golfo Aranci werden durch die sardische Eisenbahn verbunden. Einige Nebenstrecken, zum Teil in Schmalspur, ergänzen das Netz. Alle Bahnlinien verlaufen über das Inselinnere und folgen nicht dem Küstenverlauf. Auf langen Strecken gibt es drei bis sechs Verbindungen am Tag, im Zulauf auf die größeren Städte teilweise auch Stundentakt. Ähnliches gilt für den Busverkehr zwischen den größeren Orten. Einige Schmalspurbahnen werden nur im Sommer für Touristen betrieben (von täglich bis wöchentlich). Alle regulären Eisenbahnen nehmen auch Fahrräder mit. Ab Santa Teresa ganz im Norden starten fast stündlich Fähren nach Bonifacio auf Korsika (Moby Lines, BluNavy), ab Cagliari einmal wöchentlich nach Palermo auf Sizilien (Tirrenia).

Anreise zu den Fährhäfen Marseille, Toulon und Nizza

Diese französischen Abgangshäfen sind vor allem für Westdeutsche interessant. Ab Köln ist Marseille tagsüber mit Umsteigen in Brüssel oder Paris per ICE und TGV gut zu erreichen, Toulon und Nizza mit Umsteigen in Paris (Bahnhofswechsel). Der direkte TGV ab Frankfurt nach Marseille kommt so spät abends an, dass erst nach einer Übernachtung vor Ort die Fähren in Richtung Korsika und Sardinien bestiegen werden können. Für Radfahrer aus Südwestdeutschland besteht eine „Fahrrad“-TGV-Verbindung ab Straßbourg nach Marseille, Toulon und Nizza. Ansonsten nehmen nur Nahverkehrszüge Fahrräder mit, was ein häufiges Umsteigen nach sich zieht.

Anreise zu den Fährhäfen Genua und Savona

Es besteht eine fast stündliche Verbindung von Mailand nach Genua, etwa alle zwei Stunden auch nach Savona. Mailand wird tagsüber von Fernzügen ab Frankfurt, Basel und Zürich angefahren, sowie von einem ÖBB-Nightjet ab München. Für die Anreise mit dem Fahrrad bieten sich zwei täglich Eurocitys-Verbindungen von Basel nach Mailand und sechs Eurocitys ab Zürich nach Mailand an. Ab Mailand fahren mehrmals am Tag "Fahrrad"Regionalzüge nach Genua, einmal auch nach Savona. Leider erreichen die Fahrrad-Intercitys von Hamburg über Ruhrgebiet in Basel oder Zürich nur die letzten Eurocitys des Tages, so dass die Nachtfähren in Genua am selben Tag nicht mehr erreicht werden können und irgendwo auf der Strecke eine Zwischenübernachtung eingelegt werden muss. Eine durchgehende Reisekette bis zum Hafen von Genua kommt nur bei einer Anreise mit dem Nightjet von Hamburg über Hannover nach Basel bzw. Zürich zustande. Mailand wird auch mit "Fahrrad"Bussen von FlixBus angefahren. Nur bei Ankunft am Morgen mit einem Nachtbus (von München, Dortmund / Frankfurt, Köln, Hamburg / Hannover und Berlin) kann am selben Abend eine der Nachtfähren nach Korsika oder Sardinien erreicht werden. Die tagsüber verkehrenden Busse kommen dafür zu spät an, zumal auch noch sechs Kilometer zwischen Busbahnhof und Zugbahnhof zurückzulegen sind. Flixbus fährt nächtens auch täglich von Düsseldorf / Köln / Mannheim und München mit "Fahrrad"bussen direkt nach Genua.

Anreise zu den Fährhäfen Livorno und Piombino

Mit Umsteigen in Bologna oder Verona erreicht man tagsüber ab München Florenz. Über Nacht gibt es einen direkten ÖBB-Nightjet dorthin, der dann weiter nach Rom fährt. Ab Florenz fahren stündlich Regionalzüge bis Livorno, etwas alle zwei Stunden mit Umsteigen in Pisa und/oder Campiglia auch bis Piombino. Die Eurocitys von München nach Verona und Bologna sowie fast alle Regionalzüge nehmen auch Fahrräder mit. Ab Bologna muss bei einer Fahrradmitnahme in Prato und Florenz umgestiegen werden, da im italienischen Binnenverkehr nur Regionalzüge Fahrräder mitnehmen. Nur mit dem ersten Eurocity am Tag ab München können die Nachtfähren nach Sardinien und Sizilien erreicht werden. Reisende von Düsseldorf / Köln / Frankfurt und Hamburg / Hannover können im Sommer auch eine wöchentlichen Autoreisezug (Urlaubsexpress) bis Verona nutzen, der ebenfalls Fahrräder mitnimmt.

Anreise zu den Fährhäfen Civitavecchia und Neapel

Von München nach Rom gibt es täglich eine direkte Nightjet-Verbindung sowie vier Tagverbindungen mit Umsteigen in Bologna bzw. Verona. Zwei dieser Anschlusszüge fahren auch direkt weiter nach Neapel. An Wochenenden besteht auch die Möglichkeit mit einem Eurocity bis Bozen zu fahren und dort in einen italienischen Nachtzug nach Rom umzusteigen. Ab Rom fahren mindestens stündlich Züge nach Civitavecchia oder Neapel. Mit Fahrrad sind Civitavecchia und Neapel nur mit vielen Umstiegen zu erreichen, da in Italien bis auf die grenzüberschreitenden Eurocitys nur Nahverkehrszüge Räder befördern. Genua und Livorno sind eindeutig die besser geeigneten Abgangshäfen um nach Sardinien oder Sizilien zu gelangen.

Anreise mit Zug und Auto

Urlaubs-Express (UEx) ist der Anbieter, der direkte Autozüge von Deutschland nach Italien anbieten. So fahren von Ende Mai bis Mitte September jeweils einmal die Woche Autozüge von Hamburg und Düsseldorf nach Verona.

Reisedauer:

ZielabDauer
OlbiaFrankfurt über Genua23 h
OlbiaMünchen über Livorno21 h
OlbiaMünchen über Rom20 h
Porto TorresFrankfurt über Genua22 h

Info- und Internetadressen: