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Sardinien

Zügig durch Europa

Anreise mit der Fähre und Verkehr auf der Insel

Ab Genua, Livorno und Civitavecchia bestehen die meisten Fährverbindungen in Richtung Sardinien. Durch die Länge der Strecke sind es überwiegend Nachtfahrten. In Genua starten Tirrenia und Grandi Navi Veloci täglich nach Porto Torres. Täglich geht es im Sommerhalbjahr auch nach Olbia (Grandi Navi Veloci und Moby Lines). Olbia (Moby Lines; Grimaldi) und Golfo Aranci (Corsica Ferries) werden mehrmals täglich ab Livorno angefahren. Schiffe von Grimaldi, Grandi Navi Veloci und Tirrenia verbinden Civitavecchia mit den sardischen Orten Olbia, Porto Torres, Arbatax und Cagliari. Ab Piombino starten im Sommer fast täglich Fähren von Moby-Lines nach Olbia. Im Sommer fährt Corsica Ferries mehrmals die Woche von Toulon nach Porto Torres sowie von Savona nach Golfo Aranci. Die Hafenorte Porto Torres, Cagliari, Olbia und Golfo Aranci werden durch die sardische Eisenbahn verbunden. Einige Nebenstrecken, zum Teil in Schmalspur, ergänzen das Netz. Alle Bahnlinien verlaufen über das Inselinnere und folgen nicht dem Küstenverlauf. Auf langen Strecken gibt es drei bis sechs Verbindungen am Tag, im Zulauf auf die größeren Städte teilweise auch Stundentakt. Ähnliches gilt für den Busverkehr zwischen den größeren Orten. Einige Schmalspurbahnen werden nur im Sommer für Touristen betrieben (von täglich bis wöchentlich). Alle regulären Eisenbahnen nehmen auch Fahrräder mit. Ab Santa Teresa ganz im Norden starten zweistündlich Fähren nach Bonifacio auf Korsika (Moby Lines, Ichnusa-Lines), ab Cagliari einmal wöchentlich nach Palermo auf Sizilien (Grimaldi).

Anreise zu den Fährhäfen Marseille, Toulon und Nizza

Diese französischen Abgangshäfen sind vor allem für Westdeutsche interessant. Ab Köln ist Marseille tagsüber mit Umsteigen in Brüssel oder Paris per ICE und TGV gut zu erreichen, Toulon und Nizza mit Umsteigen in Paris (Bahnhofswechsel). Der direkte TGV ab Frankfurt nach Marseille kommt so spät abends an, dass erst nach einer Übernachtung vor Ort die Fähren in Richtung Korsika bestiegen werden können. Für Radfahrer aus Südwestdeutschland besteht eine „Fahrrad“-TGV-Verbindung ab Straßbourg nach Marseille, Toulon und Nizza. Auch ein Nachtzug ab Paris zu diesen drei Häfen befördert Fahrräder. Ansonsten nehmen nur Nahverkehrszüge Fahrräder mit, was ein häufiges Umsteigen nach sich zieht. Ganz vereinzelt nehmen auch Flixbusse zu diesen Abgangshäfen Fahrräder mit.

Anreise zu den Fährhäfen Genua und Savona

Jede Nacht macht sich ab München ein Nightjet über Verona und Mailand auf den Weg nach Genua. Täglich fährt auch ein Eurocity ab Zürich direkt nach Genua. Ansonsten besteht eine mindestens stündliche Verbindung von Mailand nach Genua, mehrmals am Tag auch nach Savona. Mailand wird tagsüber von Fernzügen ab Frankfurt, Basel und Zürich angefahren. Für die Anreise mit dem Fahrrad bieten sich neben dem Eurocity Zürich-Genua täglich drei Eurocitys-Verbindungen von Basel nach Mailand und ein- bis zweistündlich Eurocitys ab Zürich nach Mailand an. Ab Mailand fahren etliche "Fahrrad"züge nach Genua, sechsmal auch nach Savona. Ab Hamburg oder Berlin werden mit einmal Umsteigen in Zürich vom Nightjet auf einen Eurocity bequem die Nachtfähren in Genua nach Sardinien oder Sizilien erreichen. Mailand wird auch mit "Fahrrad"Bussen von FlixBus angefahren. Nur bei Ankunft am Morgen mit einem Nachtbus (von München, Dortmund / Frankfurt, Köln, Hamburg / Hannover und Berlin) kann am selben Abend eine der Nachtfähren nach Korsika oder Sardinien erreicht werden. Die tagsüber verkehrenden Busse kommen dafür zu spät an, zumal auch noch sechs Kilometer zwischen Busbahnhof und Zugbahnhof zurückzulegen sind. Flixbus fährt nächtens auch täglich von Düsseldorf / Köln / Mannheim und München mit "Fahrrad"bussen direkt nach Genua.

Anreise zu den Fährhäfen Livorno und Piombino

Mit Umsteigen in Bologna oder Verona erreicht man tagsüber ab München Florenz. Über Nacht gibt es einen direkten ÖBB-Nightjet dorthin, der dann weiter nach Rom fährt. Ab Florenz fahren stündlich Regionalzüge bis Livorno. Nach Piombino muss ab Florenz in Pisa oder Campiglia umgestiegen werden. Die Eurocitys von München nach Verona und Bologna, fast alle Regionalzüge und Intercitys nehmen auch Fahrräder mit. Ab Bologna muss bei einer Fahrradmitnahme in Florenz-Rifredi umgestiegen werden. Mit dem ersten Eurocity am Tag ab München können mit Umsteigen in Bologna auf einen Intercity und in Florenz-Rifredi auf einen Regionalzug in Livorno die Nachtfähren nach Sardinien und Sizilien erreicht werden. Selbiges gilt für Verbindungen ab Frankfurt (mit ICE) mit Umsteigen in Basel, Lugano und Mailand. Reisende von Düsseldorf / Köln / Frankfurt und Hamburg / Hannover können im Sommer auch eine wöchentlichen Autoreisezug (Urlaubsexpress) bis Verona nutzen, der ebenfalls Fahrräder mit nimmt.

Anreise zu den Fährhäfen Civitavecchia und Neapel

Von München nach Rom gibt es täglich eine direkte Nightjet-Verbindung sowie vier Tagesverbindungen mit Umsteigen in Bologna bzw. Verona. Zwei dieser Anschlusszüge fahren auch direkt weiter nach Neapel. An Wochenenden besteht auch die Möglichkeit mit einem Eurocity bis Bozen zu fahren und dort in einen italienischen Nachtzug nach Rom umzusteigen. Ab Rom fahren mindestens stündlich Züge nach Civitavecchia oder Neapel. Mit Fahrrad sind Civitavecchia und Neapel ab München nur mit Umstiegen in Bologna und Rom zu erreichen. Die Ankunft erfolgt erst am späten Abend, so dass keine Nachtfähren mehr erreicht werden. Genua und Livorno sind für Radelnde eindeutig die besser geeigneten Abgangshäfen um nach Sardinien oder Sizilien zu gelangen.

Anreise mit Zug und Auto

Urlaubs-Express (UEx) ist der Anbieter, der direkte Autozüge von Deutschland nach Italien anbieten. So fahren von Ende Mai bis Mitte September jeweils einmal die Woche Autozüge von Hamburg und Düsseldorf nach Verona.

Reisedauer:

ZielabDauer
OlbiaFrankfurt über Genua22 h
OlbiaMünchen über Livorno21 h
OlbiaMünchen über Rom20 h
Porto TorresFrankfurt über Genua22 h

Info- und Internetadressen: